Sonntag, 29. Oktober 2017, 10 bis 17 Uhr, Rosa Luxemburg Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Das Kapital. Zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte. Internationale Konferenz

Mit u.a. Roberto Fineschi (Siena), Rolf Hecker (Berlin), Michael Krätke (Lancaster), Thomas Kuczynski (Berlin), Paula Rauhala (Tampere), Ljudmila Vasina (Moskau)

Das Kapital blieb unvollendet, obwohl Marx zeitlebens daran arbeitete. Das Werk entstand im Zuge großer gesellschaftlicher Umwälzungen, vor allem der Industrialisierung und der beginnenden Organisation des Proletariats. So blieb Marx zeitlebens ein Suchender, ein Forscher, auch ein Utopist. Die große Vielzahl von Studien, Analysen und Ausarbeitungen auf dem Weg zum Kapital zeigen zugleich die dynamische Entwicklung des Kapitalismus wie auch seine Störanfälligkeit durch Krisen.

Der in den Workshops diskutierte Begriff der Arbeit ist eng verbunden mit dem der Produktionsweise und der in ihr agierenden geschichtlichen Subjekte. Marx analysiert die auf dem Verhältnis von Kapital und Arbeit beruhende Produktionsweise und zeigt ihre historische Vergänglichkeit. In einem weiteren Schwerpunkt soll gezeigt werden, wie sich die Kapital-Rezeption entwickelte, welche Diskussionsschwerpunkte es gab und wie die einzelnen Kapital-Ausgaben und Einführungen auf die Debatten Einfluss nahmen.

Die Referate finden in deutscher Sprache statt. // The inputs will be in German.

10–10.45: Eröffnung und Einführung mit Prof. Dr. Rolf Hecker (Berlin)

11–11.30: Prof. Dr. Thomas Kuczynski (Berlin): Zum Begriff der Produktionsweise bei Marx. Zentralität, Ambiguität und Differenzierung

11.30–12 Uhr: Dr. Roberto Fineschi (Siena): Formen und Gestalten. Über die Theorie der geschichtlichen Subjekte in Marx’ Kapital

12–13 Uhr: Diskussion

13–14 Uhr: Mittagspause

14–14.30 Uhr: Prof. Dr. Michael Krätke (Lancester/Amsterdam): Kapital – Einführungen – Wie gut oder schlecht waren unsere Vorgänger? (Am Beispiel von Bauer, Bogdanov, Renner u.a.)

14.30–15 Uhr: Diskussion

15–15.15 Uhr: Pause

15.15–15.45 Uhr: Paula Rauhala (Tampere): „100 Jahre Das Kapital“ – Kapital-Studien im geteilten Deutschland 1967 und 50 Jahre später

15.45–16.15 Uhr: Dr. Ludmilla Vasina (Moskau): Zur Rezeptionsgeschichte des „Kapitals“ in Russland – retrospektiv von 1867 bis 2017

16.15–17 Uhr: Diskussion und Abschluss

Kosten: 10 Euro (inkl. Mittagessen)