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Sonntag, 25.10.2021, 11 Uhr, Online Panel

Mine, Forst, Damm – Befreiung einer zur Beute gewordenen Natur. Aktivist*innen im Austausch über ihren Kämpfe und Praxen

So zerstreut und fokussiert die einzelnen Kämpfe von Umweltschützer*innen und Klimaaktivist*innen weltweit erscheinen, so sehr sind sie miteinander verwoben und beziehen sich aufeinander. Oft geht es um den Erhalt eines Waldabschnittes, um die Verhinderung von Bodenabtragungen in einer Bergbauregion, oder es wird gegen den Landraub oder die Unterspülung und Aushöhlung des Bodens durch Fracking gekämpft. Naturausbeutung und Naturzerstörung bedeuten in vielen Regionen der Welt die Vernichtung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung, die meist nicht in die Aushandlungsprozesse involviert ist und kurzerhand umgesiedelt, verdrängt, vertrieben oder gar getötet wird.
Die Kämpfe gegen die Ausbeutung und Zerstörung der Natur haben an den verschiedenen Orten auch ein unterschiedliches Ausmaß an Drastik und Gewalt. Gleichwohl sie sind verbunden und beziehen sich aufeinander Aktivist*innen von Ende Gelände stehen in Austausch mit Aktivist*innen in Kolumbien, die gegen den Raubbau an der Natur durch internationalen Abbau von Schwarzkohle denselben Kampf führen, der hier gegen den Braunkohletagebau in der Lausitz geführt wird. Und weil die Kämpfe um Umweltschutz, Klima und Reproduktionsgrundlagen verbunden sind, kann der Sieg an einer Stelle zur Erhöhung des Drucks oder zur Eskalation des Kampfes an einem anderen Ort führen.

Über diese Kämpfe, die Notwendigkeit ihrer internationalen Vernetzung und die Möglichkeiten gemeinsamer Erfahrungs-, Lern- und Organisierungsprozesse tauschen sich Aktivist*innen aus Kolumbien, Italien, Polen, Australien und Deutschland aus. Denn: Die Kämpfe müssen so vernetzt und global sein, wie es die Natur und ihre Zerstörung ist!

(Deutsch, Englisch und Spanisch mit Simultanübersetzung – der Link wird hier rechtzeitig veröffentlicht)

Sunday 31/10/2021, 11 am
Mine, Forest, Dam – Liberation of a Nature that became Prey
Activists in Exchange about their Struggles and Practices

As widespread and focused as the individual struggles of environmentalists and climate activists which are appearing around the world are, they are interwoven and related to one another. Often the aim is to preserve a section of forest, to prevent soil erosion in a mining region, or to fight against land grabbing or the erosion of the soil through fracking. In many regions of the world, the exploitation and destruction of nature leads to the destruction of livelihoods of local populations, who are usually not involved in the negotiation processes, but are simply relocated, displaced, expelled, or even killed.
The struggles against the exploitation and destruction of nature also have different levels of violence and escalation in various places. Nonetheless, they are connected and relate to one another. Activists from Ende Gelände are in contact with activists in Colombia, who are fighting the same fight against the overexploitation of nature through international mining of black coal that is being waged here against the lignite opencast mining in Lusatia. And because the struggles for environmental protection, climate and reproductive fundamentals are linked, victory in one place can increase pressure or escalate the struggle in another.

Activists from Colombia, Italy, Poland, Australia and Germany exchange ideas about these struggles, the necessity of their international networking and the possibilities of joint experience, learning and organization processes. Because: The struggles must be as networked and global as the destruction of is!

(German, English, Spanish wirh simultaneous translation – the link will be published here soon)